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Der große Angriff auf die alte Garde
Wenn Mitte Dezember die Pfeile im Alexandra Palace fliegen, startet wieder das Turnier, das den Darts-Sport seit Jahren dominiert: Die PDC World Championship 2027. 96 Spieler, zwei Wochen, rund fünf Millionen Pfund Preisgeld – und die Frage, ob sich die junge Generation endgültig durchgesetzt hat.
Der WM-Titel ist längst keine Sache mehr der Altmeister van Gerwen, Price und Wright. Luke Littler und Luke Humphries haben die Machtverhältnisse auf den Kopf gestellt – und beide wissen, was es heißt, als klarer Favorit ins Ally Pally zu gehen.
Die Favoriten
Luke Littler – Der „Nuke“ ist seit seinem Finaleinzug 2024 der Maßstab im Dartsport. Aggressiv auf die Doppel, lautstark auf der Bühne, eiskalt in den entscheidenden Legs. Ein weiterer WM-Titel wäre keine Überraschung, sondern die Regel.
Luke Humphries – Der Weltmeister von 2024 zeigt gerade in den langen Matches seine beste Form. Seine Konsistenz über zwei Wochen ist nahezu beispiellos.
Michael van Gerwen – Drei WM-Titel, unzählige Finals, aber seit 2020 kein Triumph mehr. Die Frage ist nicht mehr die Form, sondern die Nerven in den entscheidenden Momenten.
Der Weg zum Titel: Warum die Auslosung entscheidet
Ein oft unterschätzter Faktor beim Ally Pally ist die Auslosung. Über die Top-32 bleibt die Zuordnung einigermaßen stabil, doch Qualifikanten aus den Gewinnerrunden können früh für Furore sorgen. Wer einen Littler oder Humphries in Runde zwei oder drei erwischt, hat die Rechnung schnell ohne den Wirt gemacht – und die Outright-Quoten auf die Top-Favoriten bewegen sich entsprechend kaum.
Für Wett-Fans interessant: Die Wette auf die Halbfinalisten oder das exakte Endspiel liefert oft deutlich bessere Quoten als der reine Titel-Tipp.
Unsere Außenseiterwetten
Hier liegt der eigentliche Reiz der WM-Wetten – Quoten ab 50 bis 150 für Spieler, die das Potenzial für einen tiefen Run haben:
Gian van Veen – Der Niederländer wirft seit zwei Jahren auf Pro-Tour-Niveau konstant Averages jenseits der 100. Wenn die großen Bühnenauftritte kommen, ist er der beste Außenseiter-Kandidat im Feld.
Wessel Nijman – Talent mit einem der besten Doppel-Finishes der jungen Generation. Ein frühes Ausscheiden ist realistisch – aber ein Viertelfinale würde niemanden schockieren.
Niko Springer – Der Deutsche hat auf der Tour beeindruckt und ist der beste Hoffnungsträger aus dem DACH-Raum. Quoten jenseits der 100 fürs Erreichen der zweiten Woche sind einen Blick wert.
Ryan Searle – „Heavy Metal“ ist seit Jahren ein Stayer auf der Pro Tour. Ein freundlicher Draw-Bereich könnte ihn erstmals ins zweite Wochenende bringen.
Unsere Einschätzung
Der Titel-Tipp ist schnell gemacht: Littler oder Humphries, alles andere ist Mut zum Risiko. Spannender sind die Spezialwetten – Endspiel-Teilnehmer, Halbfinalisten und die Außenseiter-Runs. Wer auf Value setzt, schaut auf van Veen und Springer; wer auf Sicherheit setzt, bleibt bei den beiden Lukes.
Die WM 2027 wird wieder zeigen: Im Ally Pally gewinnt nicht immer der beste Spieler des Jahres, sondern der, der in den entscheidenden Momenten die großen Doppel trifft.
Unser Outright-Tipp: Luke Littler. Value: Gian van Veen als Außenseiter.

